Donnerstag, 4. Mai 2017

70 Jahre nach WK 2 müssen in Deutschland noch immer etwa 15 Blindgänger PRO TAG entschärft und entsorgt werden.

Das sind etwa 5500 im Jahr. Darüber, wo sie versteckt sind, liefern Luftaufnahmen von den Alliierten erste Anhaltspunkte. Die Luftaufnahmen müssen von den Alliierten gekauft werden.
Und wer redet da noch von "Umweltverschmutzung" ??
Phosphorbomben und solchen mit chemischen Kampfmitteln ??












http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Blindgaenger-immer-gefaehrlicher-article4001166.html



Weltkriegs-Blindgänger: Im Boden lauert der Bombentod
In Euskirchen ist offenbar eine Weltkriegsbombe explodiert, ein Mensch starb. Bundesweit liegen noch etliche zehntausend Sprengkörper im Boden. Die Altwaffen werden mit der Zeit immer empfindlicher - sie könnten sogar von allein detonieren.
In deutschen Böden liegen noch Zehntausende unentdeckte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Experten schätzen, dass im Schnitt jede zehnte der Millionen Bomben, die amerikanische und britische Flugzeuge über deutschen Städten abwarfen, nicht explodierte. Manche liegen nur 30 Zentimeter tief unter der Erde, andere sechs Meter. Eine Gefahr sind sie alle.
Überall, wo die Alliierten in den letzten beiden Kriegsjahren Angriffe gegen das deutsche Reich flogen, werden heute unzählige Bomben vermutet. Etwa im Ruhrgebiet, am Niederrhein, in süddeutschen Großstädten, in Hamburg, und Dresden. Auch 68 Jahre nach ihrem Abwurf seien sie hochgefährlich, warnte Wolfgang Spyra, Professor für Altlasten an der Uni Cottbus in einem großen Überblicksartikel im SPIEGEL, nachdem er entschärfte Bomben analysiert hatte. Besonders ihre Zünder seien "äußerst schlag- und erschütterungsempfindlich", ihr Zustand sei "kritisch". Es sei sehr wahrscheinlich, dass einige bald von selbst explodierten. In Zukunft könnte es nicht mehr möglich sein, sie ohne Explosion unschädlich zu machen.
Jedes Jahr sprengen und entschärfen die Räumdienste der Bundesländer rund 5000 Weltkriegsbomben. 2012 etwa waren es allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 700. In Hamburg wurden seit 1945 mehr als 11.000 Blindgänger entschärft, rund 2900 gelten noch als unentdeckt. In Berlin werden 3000 Bomben vermutet.
Selbst Husten ist verboten
Im Dezember 2011 legte extremes Niedrigwasser des Rheins in Koblenz eine britische Luftmine frei, Gewicht 1,8 Tonnen. 45.000 Menschen mussten damals ihre Häuser verlassen. Am 28. August 2012 musste eine 250-Kilo-Bombe im Münchener Stadtteil Schwabing kontrolliert gesprengt werden. Eine Woche später entdeckten Arbeiter auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg zwei Bomben. Die Zünder konnten entschärft werden.
Meist sind es Bauarbeiter, wie auch jetzt bei dem tragischen Unglück in Euskirchen, die auf gefährliche Blindgänger stoßen. Doch auch bei anderen Gelegenheiten ist es schon zu Unfällen durch Blindgänger gekommen. 2008 etwa kam in Nordrhein-Westfalen ein Landwirt ums Leben. Bei Mäharbeiten hatte sich eine Phosporgranate ausgelöst.
Die Arbeit der Kampfmittelräumdienste ist extrem gefährlich: Seit 2000 starben in Deutschland elf Mitarbeiter bei Versuchen, Bomben zu entschärfen. "Bei Bomben mit Langzeitzündern ist sogar starkes Husten verboten, so empfindlich können sie sein", sagte Horst Reinhard, Technischer Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im brandenburgischen Wünsdorf. Er selbst hat mehr als 150 Sprengsätze entschärft.
http://www.spiegel.de/fotostrecke/euskirchen-blindgaenger-werden-immer-empfindlicher-fotostrecke-105477-5.html



Unentdeckte Gefahren: Bomben im Boden
Bombenalarm am Hamburger Heiligengeistfeld im Jahr 2012: Bei Sondierungsarbeiten für eine Wasserleitung finden die Experten zwei Weltkriegsbomben direkt übereinander, 1.000 und 500 Pfund schwer. Auf dem Gelände neben einem ehemaligen Flakbunker findet dreimal im Jahr der Dom statt, ein Volksfest mit Tausenden Besuchern. Den Veranstaltern ist es streng verboten, für ihre Zelte und Buden auch nur einen Nagel in den Boden zu schlagen. Denn Wissenschaftler vermuten noch Dutzende weitere Bomben im Untergrund. "Wir haben immer gesagt, Eingriffe in den Boden sind absolut tabu. Wenn man sich daran hält, kann nichts passieren", sagt Daniel Stricker, Sprecher der Hamburger Finanzbehörde.

Aufschluss durch alte Luftbildaufnahmen

Die Suche nach den Bomben im Boden ist aufwendig und teuer. Hamburg und Schleswig-Holstein gehören zu den Vorreitern. Hier kaufen die Behörden Luftbildaufnahmen der Alliierten aus dem Krieg und durchsuchen Archive, um die Blindgänger zu lokalisieren. Doch das mache es nicht unbedingt einfacher, sagt Jürgen Kroll, der beim Landeskriminalamt Schleswig-Holstein für die Kampfmittelräumung zuständig ist. "Wenn sie 50 Kilometer Akten vor sich haben und haben erst fünf Kilometer durch, dann wissen sie noch gar nichts über das Endergebnis." Es werde noch ein paar Generationen dauern, bis die Behörden mit einiger Sicherheit sagen könnten, dass da nichts mehr liegt. "Selbst dann würde man immer noch auf Zufallsfunde stoßen in den folgenden Jahrzehnten", sagt der Experte.

Spielt die Politik auf Zeit?

Kampfmittelexperte Wolfgang Spyra von der Universität Cottbus plädiert dafür, den Bund stärker in die Pflicht zu nehmen. "Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Politik das nicht ganz ernst nimmt und nicht die Mittel zur Verfügung stellt, die für die Entsorgung der Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg erforderlich wären", sagt er. Gehandelt werde deshalb meist erst dann, wenn es wieder einen tödlichen Unfall gebe, sagt Spyra. Die Politik spiele auf Zeit - und mit dem Leben der Menschen. 

Haben Sie gewusst, dass wir die Luftbildaufnahmen von den Siegern kaufen müssen?



Fliegerbomben. In Deutschlands Boden ticken unzählige Zeitbomben
Dienstag, 18.09.2012,
München, Hamburg, jetzt Viersen: In den letzten Wochen häufen sich Funde von Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg scheinbar. Das explosive Erbe des Zweiten Weltkriegs ist gewaltig – und es wird immer gefährlicher.
Die Innenstadt von Viersen gleicht einem Trümmerfeld. Ein metertiefer Krater klafft im Zentrum der Stadt am Niederrhein, zwei Gebäude sind unbewohnbar: Experten hatten eine Weltkriegsbombe gesprengt.
Erst am Tag zuvor war im Hamburger Binnenhafen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe wurde von einem Bagger aus dem Wasser vor der Speicherstadt gehoben. Einem Sprengmeister gelang es, den Aufschlagzünder herauszudrehen.
Wenige Wochen zuvor wurden in München tausende Anwohner evakuiert, weil eine 250 Kilogramm schwere Bombe kontrolliert gesprengt werden musste.
http://www.focus.de/wissen/technik/tid-27371/deutschlands-bomben-der-kampfmittelraeumdienst-rueckt-beinahe-taeglich-aus_aid_821860.html
http://www.focus.de/panorama/videos/feuerball-ueber-muenchen-die-explosion-der-fliegerbombe-im-video_vid_33022.html



28.09.2014
Hannover. In Niedersachsens Erdreich schlummert großes Gefahrenpotenzial. Zahlreiche Bomben liegen bisher unentdeckt im Boden. Es wird noch Jahrzehnte dauern, bis alle entschärft sind.
Fast im Wochenrhythmus müssen in Niedersachsen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden, wie jetzt wieder in Osnabrück . Die Bombenfunde scheinen kein Ende zu nehmen. Rund 20 Stück wurden in diesem Jahr schon unschädlich gemacht. Viele Bomben liegen aber unentdeckt noch unter der Erde. Jeden Moment könnte eine von ihnen explodieren, sagt der Dezernatsleiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen, Thomas Bleicher, in einem Interview.
Wissen Sie, wie viele Bomben in Niedersachsen noch unter der Erde liegen?
Nein, denn die Engländer und Amerikaner haben uns noch nicht genau verraten, wie viele sie abgeworfen haben, wie viele davon tatsächlich Blindgänger sind und wir wissen auch nicht, was die alliierten Streitkräfte in den ersten Jahren nach dem Krieg schon beseitigt haben. Außerdem haben unsere Urgroßväter auch nicht alles dokumentiert. Aber wir müssen schon davon ausgehen, dass wir noch mehrere Jahrzehnte in der Kampfmittelbergung tätig sein müssen.
http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/509969/ein-ende-der-bombenfunde-ist-nicht-abzusehen#undefined
Wird das erst ein Thema, wenn der erste Kindergarten oder die erste Schule in die Luft geflogen sind?



Bombe bei Achmer schnell entschärft
19.11.2014
Bramsche. Es war 18.54 Uhr am Mittwochabend, als der entscheidende Anruf im Bramscher Rathaus einging. Dem Kampfmittelbeseitigungsdienst war es gelungen, die Bombe zu entschärfen, die am Morgen auf dem Gelände der Deutsche Tiernahrung Cremer (früher Deuka) in Achmer gefunden worden war.
http://www.noz.de/lokales/bramsche/artikel/523947/bombe-bei-achmer-schnell-entscharft#gallery&0&0&523947

Zwei Blindgänger entfernt. Bombenräumung auch in Pente erfolgreich

20.11.2014
Bramsche. Auch die zweite Bombenräumung innerhalb von 24 Stunden auf Bramscher Gebiet hat reibungslos geklappt: Dank einer guten Organisation, perfekter Arbeit der Kampfmittelbeseitiger – und dank jeder Menge belegter Brötchen, Kaffee und Erbsensuppe.
Für die rund 40 Feuerwehrleute, die bei den Straßensperrungen im Einsatz waren. Für den Malteser Rettungsdienst.
Rund 150 Menschen waren nur von der Evakuierung betroffen.
http://www.noz.de/lokales/bramsche/artikel/524261/bombenraumung-auch-in-pente-erfolgreich#gallery&0&0&524261
236500 Euro jährlich weniger. Weniger Geld für Bombenräumungen in Osnabrück
5.12.2014
Osnabrück. Der Rotstift geht durchs Land, er hat den Geldbeutel in der Hand. Einen Schluck aus der Sparpulle möchte Kämmerer Thomas Fillep im Fachbereich Bürger und Ordnung nehmen. Beim Thema Bombenräumung sollen ab 2015 236500 Euro jährlich gespart werden – eine explosive Idee.
Zur Vorgeschichte: Ende der 90er-Jahre startete das Land ein Programm zur systematischen Auswertung von Luftbildern zwecks der Suche nach Blindgängern . Das war praktisch, weil das Land für die Leistungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und anderer Fremdfirmen aufkam. Mit diesen milden Gaben war zum Ende des Jahres 2011 Schluss. Die Kampfmittelerkundung und -vermessung, die Sondierungsbohrungen und auch die Bergung gingen fortan zulasten der Kommunen.
Von der Sinnhaftigkeit der systematischen Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg überzeugt, beschloss der Rat der Stadt daraufhin, ab dem Haushalt 2012 jährlich 400000 Euro für Suche und Beseitigung der explosiven Hinterlassenschaften des Krieges auszugeben. Damit konnte die systematische Auswertung von Luftbildern im gewohnten Umfang fortgesetzt werden. Diese finanzielle Anstrengung hatte einen guten Grund: Vor allem die über Osnabrück von den britischen Streitkräften in großer Zahl abgeworfenen Bomben mit einem sogenannten Säurezünder werden mit zunehmendem Alter immer gefährlicher. Der Zündmechanismus der Blindgänger zersetzt sich, es kann zu unberechenbaren Selbstdetonationen kommen. Auch die Entschärfung selber wird mit zunehmendem Alter gefährlicher.
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/528363/weniger-geld-fur-bombenraumungen-in-osnabruck



 5.12.2014
  Essen-Bedingrade
Bombe in Bedingrade erfolgreich entschärft
Die Bombe in der Lohstraße konnte am Freitag, 5.12., um 19:32 Uhr vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft werden. Die englische 10 Zentner-Bombe war am Freitagvormittag im Rahmen von Bauarbeiten entdeckt worden und barg eine besondere Herausforderung für den Kampfmittelräumdienst: Gleich zwei Aufschlagzünder mussten entfernt werden.
Insgesamt mussten für die Entschärfung rund 2.500 Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Umfeld evakuiert werden, 74 davon per Krankentransport. Mehr als 200 Personen nutzten die Sammelstelle in der Schloßstraße und wurden dort verpflegt und betreut. Beim Bürgertelefon der Stadt Essen gingen 350 Anrufe ein. Insgesamt waren 180 Kräfte von Ordnungsamt, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei im Einsatz.
Direkt nach der Entschärfung konnten die Anwohnerinnen und Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren.
Der Einsatz ist insgesamt problemlos verlaufen. Alle Beteiligten sind mit dem Verlauf zufrieden.
http://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_898194.de.html



Es kann täglich, stündlich passieren, dass eine Weltkrieg 2 Bombe gefunden wird oder explodiert.



Ergänzung 27.Mai 2015 schon wieder !
20-Zentner-Bombe gefunden
20.000 Kölner müssen evakuiert werden
26.05.2015, 15:21 Uhr | dpa
Zweiter Weltkrieg: Weltkriegsbombe in Köln gefunden. An der Mühlheimer Brücke in Köln ist bei Detektionsarbeiten eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. (Quelle: dpa)
An der Mühlheimer Brücke in Köln ist bei Detektionsarbeiten eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. (Quelle: dpa)
http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_74140978/zweiter-weltkrieg-weltkriegsbombe-in-koeln-gefunden.html



Nimmt diese verdammte Scheisse nie ein Ende?

Ergänzung 20.Mai 2015:


250-Kilo-Bombe muss entschärft werden
31.000 Menschen in Hannover müssen in Sicherheit gebracht werden

Unter einem ehemaligen Schulgelände in Hannover lag mehr als 70 Jahre eine Weltkriegsbombe. Jetzt wurde der 250 Kilogramm schwere Blindgänger entdeckt - und für 31.000 Anwohner wird es eine ungewöhnliche Nacht. Sie müssen ihre Wohnungen verlassen und werden in Sicherheit gebracht, weil die Bombe am Abend in einer der größten Bombenentschärfungen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden muss. Auch ein Krankenhaus ist in dem betroffenen Gebiet.
 http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_74065628/bombenfund-in-hannover-eine-der-groessten-entschaerfungen-in-deutschland.html



Wer bezahlt? Der Steuerzahler, der WK 2 nicht mal mehr erlebt hat.

7300 Fliegerbomben wurde bisher in Berlin geborgen. Noch 3000 Blindgänger werden im Untergrund vermutet. Woher hat man die Erkenntnisse über die Blindgänger?
Die staatlichen Munitionsbergungsdienste haben sich die Luftbilder der Alliierten besorgt – gegen bares Geld.  Darauf lässt sich erkennen, wo die Bomben eingeschlagen sind. In Städten und dichter besiedelten Gebieten sind diese Karten aber weniger aussagefähig, zumal wenn sie dort einen Einschlag neben dem anderen zeigen. Zudem haben sich die Dienste die Befehlspapiere besorgt, in denen aufgelistet ist, wie viele Flieger an welchen Tagen wie viele Bomben auf bestimmte Ziele werfen sollten.

Zuerst wird dabei das Gelände von Kindertagesstätten und Schulen unter die Lupe genommen. Allein Brandenburg, wo zehn Prozent der Landesfläche als belastet gelten, gibt dafür im Jahr 315 Millionen Euro aus, in Berlin sind es 1,9 Millionen Euro. Der Bund trägt davon nur den kleinsten Teil, nämlich nur die Kosten für die Bergung von Wehrmachtsmunition. Die Ausgaben für die Beseitigung der Munition der Alliierten tragen die Länder. Brandenburg und Niedersachsen streben deshalb eine Gesetzesänderung an. Der Bundesrat stimmte dem zu, der Bundestag hat sich noch nicht damit befasst. Die Bundesregierung ist gegen eine Änderung.

 
Bombing of Hamburg:

Die Bedeutung der Kampfmittelräumdienste wird aus den Jahresberichten deutlich: Auch Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden allein in Schleswig-Holstein pro Jahr noch rund 100.000 Stück Munition sichergestellt und der Vernichtung zugeführt. Durch Alterung der nach wie vor gefährlichen Kampfmittel kommt es in Deutschland statistisch zu einer Selbstdetonation pro Jahr. Darüber hinaus sind bis in die 1970er Jahre bis zu 1,8 Millionen Tonnen Kriegsmunition allein in der deutschen Nord- und der Ostsee[5] versenkt und bisher nur zum Teil wieder geborgen worden. In der jüngeren Vergangenheit, auch durch gestiegenes Umweltbewusstsein der Bevölkerung, wird diese Altlast als erhebliche Gefahr wahrgenommen.


Commons: Kampfmittelräumdienst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Lesen Sie, was passiert, wenn eine Phosphorbombe explodiert. 
Vielleicht in Ihrer Neubausiedlung, in Ihrem Vorgarten. Oder wenn eine WK2 Bombe mit chemischem Kampfstoff  selbst zündet. Die Verursacher haben keine Probleme damit, es betrifft sie ja nicht.
Ganz im Gegenteil, sie sind "so gute Freunde", dass sie uns, selbst 70 Jahre nach der Vernichtung von Frauen, Kindern, alten Leute, Kirchen und Wohnhäuser, die Luftaufnahmen ihrer Bombenabwürfe VERKAUFEN. Geld aus dem deutschen Elend vor siebzig Jahren ziehen. Die Rache an uns hört niemals auf.
Und trotzdem haben wir noch Glück gehabt, vergleicht man Hiroshima und Nagasaki, den Atombombenabwurf auf die Köpfe der dort wohnenden Menschen, die Folgen und die Spätfolgen.
Auch wenn wir die Kampfstoffeinsätze der Amerikaner gegen Vietnam vergleichen, die Napalmbomben, Agent-Orange, von der deutschen Firma Böhringer geliefert, als der ehemalige deutsche Bundespräsident, Richard von Weizäcker, dort Geschäftsführender Gesellschafter war , müssen wir dankbar sein.


Auch Napalm stand in den 40iger Jahren des vorigen Jahrhunderts schon zur Verfügung, wie man sieht.
Napalm's Daddy 31 Years Later
In early January of 1942, in the Gill Laboratory building at Harvard, Louis F. Fieser, Emery Professor of Organic Chemistry Emeritus, perfected a jelled incendiary for military use and gave it the name napalm.
.........Fieser first began working on developing new weapons for the U.S. military in late 1940, more than a year before Japan bombed Pearl Harbor. He was 40 at the time and one of a group of young professors--organized in part by President Emeritus James Bryant Conant '14, a chemist like Fieser--asked by the government to work in secret on weaponry. The government, Conant and all the professors involved took for granted that the United State's eventual entry into the war was inevitable. ..........
http://www.thecrimson.com/article/1973/10/12/napalms-daddy-31-years-later-pin/

Vietnam-Krieg -
Völkerrechtliche Ausgangssituation in Vietnam
http://www.aref.de/kalenderblatt/mehr/vietnamkrieg_mehr.htm


Auch das hätte uns passieren können:

Bombenkrieg`99: Wie die NATO Serbien als Atommüll-Abladeplatz nutzte
1970 kamen die Amerikaner auf die Idee, wie brillant, so auch zynisch, diesen Atommüll bei der Herstellung von Munition zu verwenden. Aufgrund der hohen Dichte des Urans entfalten diese Geschosse beim Auftreffen auf das Ziel eine große Durchschlagskraft. An die Folgen von Verwendung der DU-Munition hat im Pentagon keiner gedacht. Wen interessieren schon serbische, albanische oder irakische Kinder? Die Wissenschaftler haben gewarnt, dass dieses Uran nicht nur radioaktiv, sondern vor allem chemisch giftig ist. Es gibt drei Möglichkeiten der Vergiftung durch dieses Uran: Direkter Kontakt mit der Haut durch Uran-Splitter bei der Explosion, das Einatmen von Uranstaub und kontaminiertes Wasser oder Land – über die Nahrung kann dieser Giftstoff in den menschlichen Körper gelangen. Wie gefährlich jedoch diese Munition ist, dazu braucht man nur erfahren, dass die Halbwertzeit von Uran 4,5 Milliarden Jahre beträgt.
Die DU-Geschosse wurden zuerst im Golfkrieg 1991eingesetzt. Sie fanden schließlich eine vielfache Verwendung 1999, bei dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien. Abgereichertes Uran hat eine wesentlich höhere Dichte als Stahl (fast 2,5 Mal so hoch wie Stahl und 1,7 Mal so hoch wie Blei). Das verleiht einem Geschoss eine höhere Durchschlagskraft, d.h., es kann Stahl leicht brechen und durchdringen. Deshalb wird es von Militärs als ideales Material für panzerbrechende Munition verwendet. Beim Aufschlag von DU-Granaten kommt es zu einer Feinzerstäubung des Urans, seiner Entzündung und damit zu einer Freisetzung von Uran-Oxid in der Umwelt. Uran ist ein Schwermetall und, wie alle Schwermetalle, giftig. Zudem ist es ein schwach radioaktiver Alpha-Strahler. Die Partikel können eingeatmet werden oder durch Wunden in den Körper gelangen. Je nach Verbrennungstemperatur sind die Partikel in der Körperflüssigkeit löslich und dadurch wird ihre giftige Eigenschaft wirksam, oder sie haben durch die Verbrennungshitze die Eigenschaft von Keramik angenommen und sind unlöslich. Dann sitzen sie im Körper fest und entfalten über Jahre ihre radioaktive Wirkung.
Nach der Bombardierung Jugoslawiens forderten wir, dass die NATO uns Karten mit Orten, an denen DU-Geschosse im Süden Serbiens gefallen sind, zur Verfügung stellt“, sagt der berühmte serbische Toxikologe Radovan Kovačević. „Die NATO hat versucht, den Schaden herunterzuspielen, und zeigte auf insgesamt 112 Standorte. Ich persönlich fand aber 113 Stellen allein auf einem Berg bei Vranje, als ich dort zusammen mit einigen Freiwilligen geklettert bin. Auf dem Berg wurde ein Fernsehturm mehrmals mit dieser Munition beschossen. Unsere Detektoren haben wie verrückt ausgeschlagen. Wir haben einige Bodenproben entnommen, und sind sofort weggelaufen, weil wir gar keine Schutzanzüge hatten. Jetzt ist dieser Ort von Stacheldraht umgeben. Wenn ich so viele kontaminierte Stellen an einem einzigen Ort finde, die nicht mal auf der NATO-Karte verzeichnet waren, dann möchte ich gerne wissen, wie viele Geschosse tatsächlich abgefeuert wurden. Ich schätze, dass die NATO in Serbien mindestens 90 000 solcher Geschosse verwendet hat“.
Dies ist der zweite Artikel eines 4-teilers. Die weiteren Teile finden Sie hier:
Teil I – Fünfzehn Jahre nach NATO-Bombenkrieg: Serbien, das vergiftete Land
Teil III – NATO-Bombenkrieg `99: Der unsichtbare Tod darf nicht thematisiert werden
Teil IV – NATO-Bombenkrieg 1999: Wie Jelzin Jugoslawien verkaufte
http://www.neopresse.com/politik/bombenkrieg99-wie-die-nato-serbien-als-atommuell-abladeplatz-nutzte/
Und auch das hätte uns treffen können:
16. Oktober 2013, 12:27
US-Studie 500.000 Tote durch Irak-Krieg
Die ersten Bomben fielen 2003, acht Jahre später zogen sich die amerikanischen Soldaten aus dem Irak zurück. Einer US-Studie zufolge starben während des Irak-Krieges und der anschließenden Besatzung eine halbe Million Iraker. Und das ist eine "niedrige Schätzung".
Im März 2003 fielen die ersten Bomben, nur sechs Wochen später verkündete US-Präsident George W. Bush voreilig "mission accomplished" - Mission erfüllt. Doch der Krieg im Irak zog sich für die USA und ihre Mitstreiter über mehr als acht Jahre hin. Nicht nur Kritiker sprachen schnell von einem "neuen Vietnam", einem Krieg, den die USA nur verlieren konnten. Fast 5000 Soldaten der westlichen "Koalition der Willigen" starben im Laufe des Konflikts.
Wie viele Iraker in der Zeit der US-Besatzung starben, ist dagegen bis heute umstritten. Schätzungen reichen von 100.000 Toten bis hin zu mehr als einer Million Opfer zwischen 2003 und dem Abzug der US-Kampftruppen 2011. Eine neue Studie präzisiert nun das Bild.
http://www.sueddeutsche.de/politik/us-studie-iraker-starben-im-irak-krieg-1.1795930


 
BFoto: Bilder von Kindern mit Geburtsfehlern aus Gegenden im Irak in denen DU-Munition eingesetzt wurde /
feww.wordpress.com

Einsatz von Napalm-Bomben im Irak-Krieg
Deutsche Mithilfe beim Transport?
Von Silke Reinecke*

Der bereits während des Irak-Krieges aufkeimende Verdacht, die USA hätten Waffen eingesetzt, bei denen es sich in ihrer Wirkweise um Napalm-Bomben handelt, wurde nach anfänglichen Dementis nun seitens hochrangiger US-Militärs bestätigt.

Nach Informationen der San Diego Union Tribune vom 05. August 2003 und des ARD-Magazins Monitor vom 07.08.2003 wurden im Irak-Krieg sogenannte Mark-77 (MK-77) Bomben abgeworfen, die sich in ihrer Wirkung nur unwesentlich von den aus dem Vietnam-Krieg bekannten Napalm-Bomben unterscheiden.
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Irak/napalm.html



Gegen das Leid, dass diesen Menschen widerfahren ist, nimmt sich die Schilderung dieses Mannes, über seine Wahrnehmung des Bombenterrors als Kind während des zweiten Weltkrieges seltsam fremd an. 
Ich erlebte die Bomben auf Berlin und Tiefflieger auf dem Lande. Ein Bericht von Dr. Rolf Beyer, Leipzig
Im 2. Weltkrieg wurde Deutschland  von der britischen und amerikanischen Luftwaffe in ständig zunehmendem Maße bombardiert. Ein besonderes Ziel war Berlin, in der manche Gegenden – z.B. am Alexanderplatz - flächendeckend zerstört wurden. Insgesamt gab es auf die Hauptstadt 310 Luftangriffe. An manchen Angriffen nahmen bis zu 1.200 Flugzeuge teil (Zahlen: Werner Girbig, Im Anflug auf die Reichshauptstadt).
http://www.uni-leipzig.de/~hagen/Zeitzeugen/zz185.htm
WK 2 hätte zu der Erfahrung führen müssen, dass brutale Gewalt gegen Menschen niemals ein Mittel zur Erreichung von Frieden sein kann. Aber die Bestialität des Menschen, anderen Menschen gegenüber, von der man dachte, da gibt es keine Steigerung mehr, hat ihren Zenit wohl immer noch nicht erreicht.
Informationen zum Thema:
Hiroshima und Nagasaki. Als Amerika seine Unschuld verlor. 
Deutsche Geschichte - die Zerstörung Helgolands und die Umweltfolgen auch noch 62 Jahre danach 



Empfehlenswert zum Thema:



Zemella, Günter
Warum mußten Deutschlands Städte sterben?
Eine chronologische Dokumentation des Luftkrieges gegen Deutschland 1940-1945
Verlag: Kloster-Buchhandlung und Klosterhaus-Versand
Artikelnummer: B3311744
Preis: 24,90 €
Versandkostenfrei in Europa, inkl. MwSt.



Ergänzung 21.07.2015
Während durch Deutschland schon wieder US-Panzer transportiert werden, diesmal, um für die NATO an  der Grenze Ukraine/Russland  zum Einsatz zu kommen,
haben wir hier noch immer mit den Nachwehen von WK2 zu kämpfen:
Verkehr
Fachleute entschärfen Blindgänger an der A2
20.07.2015, 06:44 Uhr | dpa
 Hannover (dpa) - Bomben-Experten haben bei Hannover zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Arbeiten dauerten den ganzen Sonntag, rund 16 000 Menschen konnten erst am Abend zurück in ihre Häuser. 
Die bedeutende Ost-West-Achse A2 war wegen der Entschärfung von Mittag an bis zum Abend komplett gesperrt. Das befürchtete Verkehrschaos rund um Hannover blieb aber aus.
An drei Punkten waren neben der Autobahn in Langenhagen Blindgänger vermutet worden. Zweimal wurden die Fachleute vom Kampfmittelräumdienst tatsächlich fündig: Am frühen Abend wurde an einem von drei Verdachtspunkten eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Kurz vor 19.30 Uhr wurde dann auch ein zweiter Blindgänger entschärft. An einem dritten Punkt bestätigte sich der Verdacht auf eine Bombe nicht, wie eine Sprecherin der Stadt Langenhagen sagte.
http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_74765280/verkehr-fachleute-entschaerfen-blindgaenger-an-der-a2.html
Hört endlich auf mit den Kriegsspielen. WIR haben die Schnauze gestrichen voll!
  
Ergänzung am 15.02.2016

250-Kilo-Blindgänger
Evakuierung nach Bombenfund in Köln
15.02.2016,In Köln-Klettenberg ist eine Bombe gefunden worden. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg soll noch heute entschärft werden. 2500 Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen. Das berichtet unter anderen der Kölner "Express".
Die 250-Kilogramm-Bombe britischer Bauart wurde am Mittag bei Bauarbeiten zur Erweiterung einer Seniorenanlage in der Karl-Begas-Straße entdeckt.
Der Kampfmittelräumdienst hat den Gefährdungsradius auf rund 300 Meter festgelegt. In der Nähe des Fundortes befinden sich mehrere Häuser für altersgerechtes und betreutes Wohnen.
http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_76985474/weltkriegsbombe-in-koeln-evakuierung-nach-bombenfund.html



Der große Hegemon arbeitet mit Macht in Gewalt am 3. Weltkrieg obwohl die tödliche Fracht aus dem 2. Weltkrieg vor 70 Jahren noch immer in deutschem Boden lagert, unentdeckt!

Das ist pervers!





Alarm in KölnBombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden - jetzt wurde sie entschärft

Mittwoch, 05.10.2016, 20:21
Am Mittwochmittag wurde in Köln eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Noch am Abend wurde der Blindgänger entschärft. Rund 3.800 Menschen wurden rund um den Fundort evakuiert.
Geophysikalische Objektortung, Kampfmittelbergung
Unser Tätigkeitsbereich umfasst die zerstörungsfreie Ortung von Gegenständen und Strukturen im Untergrund und in Bauwerken. Als Fachfirma haben wir uns auf Leitungsortung und die Suche von Kampfmitteln aus den beiden Weltkriegen spezialisiert. Tausende von Tonnen an Munition und Blindgänger befinden sich bis heute in Boden und Wasser und haben kaum an Gefährlichkeit eingebüßt.

Neunzehn Sprengbomben, 116 Stabbrandbomben, 29 Phosphorbrandbomben, 83 Granaten und Geschosse, eine Tellermine, zwei Panzerfäuste, 58 Kilogramm loser Sprengstoff, 23 Handgranaten, zusammen eine Bruttomasse an "Kampfmitteln" von 8,619 Tonnen, das ist die Ausbeute des Kampfmittelräumdienstes – für ein Jahr (2009) in einer einzigen Stadt (Hamburg).

Passau | 26.10.2016 | 09:11 Uhr
Bombenfund in Passau: Dieses Gebiet wird heute evakuiert
Bei Bauarbeiten in der Passauer Holzheimerstraße ist am Dienstag um die Mittagszeit eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Die Bombe ist etwa 225 Kilogramm schwer. Sie soll am Mittwochabend entschärft werden. Deshalb evakuiert die Stadt ab 14 Uhr ein Gebiet mit etwa 2400 Anwohnern.

Wielange wird es dauern, ehe  Afghanistan, Libyen, Iraq, Syrien usw. die überwiegend westlichen Bomben aus den Böden ihrer Länder entfernt haben ? 100 Jahre, 200 Jahre ?
Soviel dürfte uns allen wohl klar sein, nach einem Dritten Weltkrieg, an dessen Schwelle wir uns durchaus befinden könnten, spielen die abgeworfenen Bomben  bzw. deren Entfernung keine Rolle mehr, weil es an Überlebenden fehlen könnte, die die Entsorgung übernehmen.


Ergänzung 12.12.2016
Evakuierung unumgänglich
Fliegerbombe nahe Deutzer Bahnhof gefunden

12.12.2016, 11:45 Uhr | dpa
In Köln ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Im Stadtzentrum müssen für die Entschärfung zahlreiche Bürogebäude geräumt werden. Auch der ICE-Bahnhof Köln-Deutz muss vorübergehend schließen. 
Die Evakuierung im rechtsrheinischen Teil der Innenstadt betrifft nach Schätzungen einige Tausend Menschen. Ob die Bombe vor oder erst nach der frühabendlichen Hauptverkehrszeit entschärft werde, war laut einem Sprecher der Stadt am Morgen noch nicht abzusehen.
Die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe wurde auf einer Baustelle zwischen dem Deutzer Bahnhof und dem Südeingang der Kölner Messe gefunden. Dort entsteht ein neues Versicherungsgebäude. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf legte den Evakuierungsradius auf 500 Meter fest.
http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_79799954/koeln-fliegerbombe-nahe-deutzer-bahnhof-gefunden.html

.....und das noch immer, fast 72 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges.
.....und sie rüsten schon wieder auf.
.....und die BRD fleissig mit.
.....und sogar mit Kindersoldaten. 

"Militarisierung der Gesellschaft: Immer mehr Minderjährige bei der Bundeswehr "

 

Ergänzung 21.12.2016

Bombenentschärfung am 1. Weihnachtstag 2016. 

Hoffentlich geht alles gut.

Bei Bauarbeiten nahe des Jakobertors in Augsburg ist eine 3,8 Tonnen schwere Fliegerbombe gefunden worden. Die Entschärfung ist für Sonntag geplant. Von der Evakuierung sind 54.000 Menschen betroffen.

  • In der Augsburger Jakobervorstadt ist bei Bauarbeiten eine 3,8 Tonnen schwere Fliegerbombe gefunden worden
  • Die Bombe soll am Sonntag, 25. Dezember, entschärft werden
  • Etwa 54.000 Menschen im Umkreis von 1,5 Kilometern müssen ihre Häuser verlassen
  • Betroffen von der Evakuierung sind vor allem die Innenstadt, das Textilviertel und Teile Lechhausens
  • Für Bürger wurde eine Internetseite (www.augsburg.de/evakuierung) eingerichtet. Zudem soll es ab Donnerstagmittag ein Bürgertelefon geben (Telefonnummer 0821 324-4444)
Warum findet die Evakuierung ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag statt?
Auf ihrer Internetseite betont die Stadt Augsburg, dass ihr bewusst sei, dass eine Evakuierung am ersten Weihnachtsfeiertag große Unannehmlichkeiten mit sich bringe. Dennoch habe sie sich aus mehreren Gründen für diesen Termin entschieden:
  • Für die Evakuierung seien einige Tage Vorlauf notwendig. "Es handelt sich um eine der größten Evakuierungsmaßnahmen, die je in Deutschland organisiert wurden", heißt es auf der Internetseite der Stadt. "Betroffen sind auch ein Krankenhaus, Senioren- und Pflegeheime. Die Koordinierung eines geordneten Ablaufs muss deshalb mit sehr vielen Beteiligten abgestimmt werden."
  • Zudem wäre eine Evakuierung an einem Werktag laut Stadt schwieriger: Arbeits- und Geschäftsbetrieb wären betroffen. Ein weiterer Vorteil der Evakuierung am ersten Weihnachtsfeiertag: An einem Feiertag gibt es zumeist weniger Verkehr.
  • Laut Stadt geht von der Fliegerbombe zwar keine Gefahr aus. Nach Vorgabe des Kampfmittelräumdienstes dürfe die Entschärfung aber auch nicht länger nach hinten geschoben werden, da die Bombe durch die Bauarbeiten bereits freigelegt worden sei. Deshalb sei der erste mögliche Sonn- oder Feiertag genommen worden, so die Stadt.

 http://live.augsburger-allgemeine.de/Event/Liveticker_zur_Fliegerbombe_in_Augsburg?_ga=1.96732444.2005671991.1482327256

 

Ergänzung 04.05.2017

Möglicher Bombenfund in Hannover
Zweitgrößte Evakuierung seit 1945 steht bevor
04.05.2017, 15:12 Uhr |

In Hannover laufen nach dem möglichen Bombenfund die Vorbereitungen für eine der größten Evakuierungsaktionen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.  

Wegen eines möglichen Bombenfundes müssen am Sonntag rund 50.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Eine größere Aktion gab es bisher nur in Augsburg: Dort waren im Dezember vergangenen Jahres 54.000 Menschen von einer Bombenentschärfung betroffen gewesen.

Möglicher Blindgänger an fünf Orten

Bei den laufenden Ermittlungen bestätigte sich der Verdacht auf einen Blindgänger an 5 von 13 zuvor lokalisierten Stellen, teilte die Feuerwehr mit.

Die Kampfmittelbeseitigung verfügt für Niedersachsen über 130.000 Luftbilder der Alliierten, deren Auswertung aber lediglich eine Vermutung zulässt, wo noch Blindgänger im Boden liegen können. 

http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_81074598/hannover-ruestet-sich-fuer-groesste-evakuierungsaktion.html

Danke, danke, danke !!! Das nimmt wohl nie ein Ende.

Und wir haben die Schnauze scheinbar noch immer nicht voll.
Wie sonst würde man erklären können, dass Frau von der Leyen, ihres Zeichens Kriegsminister der BRD schon wieder munter, frisch, frei und fröhlich in Kriege zieht, die uns nichts angehen? 


Repost von 2014 mit laufenden Ergänzungen. 


Ergänzung 2. September 2017

Riesige Evakuierungsaktionen in Koblenz und Frankfurt

Frankfurt/Main/Koblenz (dpa) - Mehr als 80.000 Menschen müssen in Frankfurt und Koblenz an diesem Wochenende ihre Wohnungen verlassen, weil in ihrer Nähe Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden.

In Frankfurt läuft derzeit mit gut 60.000 Betroffenen die größte Evakuierungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Dort soll am Sonntag eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine unschädlich gemacht werden. 
Aus der Sperrzone wurden bereits Patienten aus zwei Krankenhäusern verlegt, wie Sprecher von Polizei und Feuerwehr berichteten. Außer dem Bürgerhospital und dem Marienkrankenhaus müssen noch zehn Altenheime geräumt werden.

Von der größten Geburtsstation Hessens im Frankfurter Bürgerhospital wurde mittlerweile das letzte Baby in eine umliegende Klinik verlegt, wie Steffen Kunzmann, Chefarzt der Neonatologie, sagte. Bereits seit Donnerstag seien nach und nach Neugeborene wegtransportiert worden. Insgesamt waren 20 Babys betroffen.

Außerdem mussten aus dem 320-Betten-Haus laut Klinikangaben etwas mehr als 100 erwachsene Patienten umtransportiert werden.
Auf der Nibelungenallee bildeten Rettungswagen vor der Klinik eine lange Warteschlange, bevor sie auf den Klinikhof fahren und Patienten übernehmen konnten.

In Koblenz sollen 21.000 Menschen ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer verlassen. 

Schon in den Tagen zuvor war das Koblenzer Gefängnis in der Sperrzone geräumt worden - die Häftlinge kamen in andere Haftanstalten.

Auch Patienten eines Krankenhauses wurden verlegt.
Gegen 15.00 Uhr will der Kampfmittelräumdienst den amerikanischen 500-Kilogramm-Blindgänger entschärfen. Er war am vergangenen Montag bei Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten im Stadtteil Karthause entdeckt worden.



Wir alle, die nach diesem verdammten Krieg geboren wurden, müssen noch immer die Kosten dafür bezahlen. 


Ergänzung 28.10.2017

Geschichtslüge entlarvt: Britische Phosphorbomben bei Augsburg gefunden

Von Peter Haisenko 

Es sind oftmals die kleinen Meldungen, die unbemerkt durch die Zensur schlüpfen. Gerade diese können aber manche (Geschichts-)Lüge entlarven. So meldet der Bayerische Rundfunk am 25.10.2017 dass etwas gefunden wurde, das es nach Auffassung der staatlich bestellten Historiker nicht gibt: Britische Phosphorbomben.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Einsatz von Phosphorbomben als Kriegsverbrechen geächtet worden, insbesondere gegen Städte und Zivilisten. Weißer Phosphor in Phosphorbomben brennt mit 1.300 Grad Celsius und kann nicht gelöscht werden. Die in britischen Bomben eingesetzte Menge setzt alles im Umkreis von etwa 50 Metern in Brand. (Mehr darüber hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphorbombe). 

Das von Phosphorbomben ausgelöste Höllenfeuer verbrennt Menschen restlos, auch von den Knochen bleibt nur Staub. Hier kommt die Historikerkommission ins Spiel, die die Bombentoten von Dresden skrupellos auf 25.000 herunter gefälscht hat.

Weißer Phosphor verbrennt auch Knochen zu Staub
Das IKRK in Genf hat im Frühjahr 1945 in einem Untersuchungsbericht festgestellt, dass mindestens 250.000 Menschen in der Bombennacht von Dresden am 13. Februar 1945 eines grausamen Todes gestorben sind. Das waren nahezu ausschließlich Zivilisten und so handelt sich eindeutig um eines der größten Kriegsverbrechen aller Zeiten. Selbst die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki konnten diese Anzahl an Toten nicht erreichen. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf – nämlich, dass die Briten und Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben – wird besonders in Deutschland die wahre Anzahl an Toten in Dresden verleugnet. Dazu ist extra nach 1990 eine Historikerkommission staatlicherseits berufen worden, die den „Nachweis“ erbringen sollte, dass in Dresden nur ein Zehntel der tatsächlich ermordeten umgekommen ist. 

Bitte lesen Sie hier den ganzen Artikel:

 

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